Filmfehler suchen Hobby oder Leidenschaft

Nach dem man seinen Lieblingsfilm schon zum 100 x gesehen hat, möchte man natürlich trotzdem seinen Spaß haben. Warum nicht einmal alle Fehler suchen, die es so gibt. Man möge gar nicht glauben, wie viele Regiefehler sich in einem einzigen Film eingeschlichen haben. Wer  nicht selber suchen möchte, kann ein wenig googlen. Es gibt  mittlerweile schon zig Webseiten, die das Thema behandeln. Ganze Datenbank, kann man durchstöbern. Dort haben sich viele Fans die Mühe gemacht und jede Entdeckung eingetragen. Doch war es wirklich ein Fehler oder Absicht? Na ja, wenn jemand im Mittelalter mit der Rolex Uhr kämpft, ist das natürlich sehr Fraglich. Es sei denn, er hat gerade eine Zeitreise unternehmen.

Auch sehr beliebte Fehler sind, Kameras in Spiegel oder Mikrofone die ins Bild rein blinzeln. Wenn man sich einen Film, ein oder zweimal anguckt, wird man das alles gar nicht bemerken. Doch kennt man die Story schon auswendig, achtet man viel mehr auf die Details. Oft beobachtet man auch, dass in einer Einstellung ein Becher links und in der nächsten der gleiche rechts steht. Auch Handbewegungen und der gleichen, ändern sich in Sekunden schnelle. Sogar der beste Regisseur macht Fehler, wie man sieht. Auf jedes kleine Detail kann man ja auch nicht wirklich achten. Vor allem, wenn Einstellungen zu einer späteren Zeit weiter gedreht werden, ist es nicht leicht. Aber man hat ja die Aufzeichnungen, also kann man doch erkennen, was vorher so alles herum gestanden ist. Es macht auch Sinn, die Leute im Hintergrund zu beobachten. Nach einer Weile wird man merken, dass eigentlich immer die gleichen Menschen unterwegs sind. Einmal gehen sie nach links, dann nach rechts. Sie fahren mit der Rolltreppe, fünf Minuten später sitzen sie im Kaffeehaus. Das sind sogenannte Komparsen, die dafür bezahlt bekommen, dass sie ein paar mal durch das Bild marschieren.

Ein Film, der wirklich teuer ist, kann bzw. darf sich auch solch einen Fehler nicht erlauben. Es werden in der Regel viel mehr Komparsen angestellt. Schließlich möchte man nicht jeden hundert mal sehen. Das wirkt dann schon alles ziemlich unecht. So oft trifft man die Leute ja auch nicht im Normalfall. Doch in Billigproduktionen ist es Standard. Mensch Nummer A sitzt gerade noch neben einem im Flugzeug, fünf Wochen später auch im Kaffeehaus, dass wieder ganz wo anders ist. Das muss natürlich nicht sein. Wirklich gute Filmfans, erkennen alles. Deswegen bemühen sich Regisseure heute wirklich darum, dass jede Einstellung 100 % passt. Samt Bewegungen, Leuten und der Handlung selbst.  Ein Film ist dann perfekt, wenn es nichts mehr zu meckern gibt. Anderseits, jene Leute die sich ständig über Kleinigkeiten aufregen, sollen es selbst mal versuchen. Regie führen ist nämlich gar nicht mal so leicht, ebenso alle anderen Aufgaben beim Film. Man muss sich ziemlich gut konzentrieren und sich in Situationen hin versetzen können. Dann klappt es auch mit dem neuen Blockbuster. Es hat schon Gründe, warum der Regisseur neben dem Autor immer total hochgelobt wird. Dieser hat die harte Arbeit und ist wie schon gesagt, an allem schuld, wenn etwas schief geht.